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Wohin reisen im Januar? Die besten Reiseziele für deinen Start ins Jahr

Januar ist der beste Monat für Fernreisen und der ehrlichste für alle, die einfach nur Sonne wollen. 9 Reiseziele von Koh Lanta bis Lappland, mit Klimadaten, Preisniveau und Reisetyp-Check.

Flying Flamingo Redaktion 12 Min. Lesezeit
Longtailboote am Strand von Koh Lanta in Thailand im Januar

Die Feiertage sind durch, der Baum liegt entnadelt am Straßenrand, und draußen hat der Himmel diese Farbe angenommen, die irgendwo zwischen Beton und Spülwasser liegt. Du sitzt am Abend auf dem Sofa, scrollst durch Flugpreise und denkst: Irgendwo muss es doch gerade hell sein.

Die gute Nachricht: Der Januar ist einer der besten Reisemonate überhaupt, du musst nur wissen, wofür. Auf der Südhalbkugel ist Hochsommer, in Südostasien Trockenzeit, und in halb Europa Nebensaison mit leeren Altstädten und ehrlichen Preisen. Nur wer im Januar einfach irgendwas bucht, landet schnell im Dauerregen.

Wohin im Januar reisen also? Dieser Guide zeigt dir neun Ziele, die jetzt wirklich funktionieren: mit Klimadaten aus langjährigen Mittelwerten, Flugzeiten, Preisniveau und einer ehrlichen Einschätzung, zu welchem Reisetyp das jeweilige Ziel passt.

Die besten Reiseziele im Januar im Überblick

Reiseziel

Temperatur (Tagesmittel/Max)

Flugzeit ab Deutschland

Preisniveau

Passt zu

Koh Lanta, Thailand

27 / 32 Grad

12 bis 14 Std. (Umstieg)

€€

Sonnenflüchter, Genießer

Südwestküste, Sri Lanka

27 / 31 Grad

ca. 10 Std. direkt

€€

Entdecker, Tiefgänger

Kapstadt, Südafrika

21 / 26 Grad

ca. 11,5 Std. direkt

€€

Energie-Reisender, Genießer

Teneriffa, Spanien

18 / 21 Grad

ca. 4,5 Std.

€€

Sonnenflüchter, Naturmensch

Sevilla, Spanien

11 / 16 Grad

ca. 3 Std.

€€

Ästhet, Genießer

Finnisch-Lappland

-11 / -7 Grad

ca. 5 Std. (Umstieg)

€€€

Naturmensch, Tiefgänger

Marrakesch, Marokko

12 / 19 Grad

ca. 4 Std.

Ästhet, Entdecker

Budapest, Ungarn

0 / 3 Grad

ca. 1,5 Std.

Genießer, Tiefgänger

Maskat, Oman

21 / 25 Grad

ca. 6,5 Std. direkt

€€€

Entdecker, Ästhet

Strand von Camps Bay in Kapstadt mit den Twelve Apostles im Januar
Foto: Timo Wielink / Unsplash

01Koh Lanta, Thailand

Der Januar ist an der Andamanenküste der Monat, für den Thailand erfunden wurde: Trockenzeit, ruhige See, glasklares Wasser. Koh Lanta ist dabei die entspannte Alternative zu Phuket und Koh Phi Phi, mit kilometerlangen Stränden an der Westküste, an denen du auch in der Hochsaison noch eine freie Liege findest.

Tagsüber liegst du am Long Beach oder fährst mit dem Roller in den Nationalpark im Süden der Insel, abends gibt es Barbecue-Fisch direkt am Strand für umgerechnet 8 bis 10 Euro. Beachte bei der Anreise: Nach Krabi fliegst du immer mit Umstieg in Bangkok, nur Phuket wird im Winter direkt ab Frankfurt angeflogen, von dort sind es noch rund 3 Stunden mit Minivan und Fähre.

Klima im Januar: ca. 24 bis 32 Grad, 8 Sonnenstunden, 4 Regentage.
Passt zu dir, wenn: du Wärme und Wasser willst, ohne dich zwischen Partymeile und Einsiedelei entscheiden zu müssen.

02Südwestküste, Sri Lanka

Während an Sri Lankas Ostküste der Monsun hängt, ist der Südwesten im Januar trocken und stabil. Zwischen Bentota, Galle und Mirissa reihen sich Strände, Surfspots und koloniale Altstädte, alles bequem mit dem Zug erreichbar. Die Küstenbahn von Colombo nach Galle kostet in der zweiten Klasse umgerechnet weniger als 2 Euro.

Sri Lanka ist kein reines Strandziel, und genau das macht es für Entdecker und Tiefgänger interessant: Teeplantagen im Hochland, die Tempelstadt Kandy, Safaris im Yala-Nationalpark. In Mirissa starten von Dezember bis April außerdem täglich Boote zum Whale Watching, Blauwale inklusive.

Klima im Januar: ca. 22 bis 31 Grad, 8 Sonnenstunden, 5 Regentage.
Passt zu dir, wenn: du Strand als Belohnung nach einem vollen Tag siehst, nicht als Hauptprogramm.

03Kapstadt, Südafrika

Im Januar ist in Kapstadt Hochsommer, und die Stadt zeigt, warum sie auf so vielen Wunschlisten steht: Tafelberg, Weingüter in Stellenbosch und Franschhoek, Strände in Camps Bay und Clifton, dazu eine starke Food- und Barszene. Praktisch: keine Zeitverschiebung, kein Jetlag, trotz 11,5 Stunden Flug.

Rechne mit dem Cape Doctor, dem kräftigen Südostwind im Januar: Geh am ersten windstillen Morgen auf den Tafelberg, nicht erst am letzten Urlaubstag. Vor Ort ist das Preisniveau dank Wechselkurs angenehm: ein gutes Abendessen mit Wein ab etwa 20 Euro. Nur die Flüge sind im Januar Hochsaison-teuer.

Klima im Januar: ca. 16 bis 26 Grad, 11 Sonnenstunden, 3 Regentage.
Passt zu dir, wenn: du Stadt, Strand und Natur in einer Reise willst und abends nicht um 21 Uhr im Hotel sitzen möchtest.

04Teneriffa, Spanien

Die Kanaren sind im Januar das wärmste Stück Europa, und Teneriffa ist die vielseitigste Insel der Gruppe. Im Süden liegst du bei 21 Grad am Strand, eine Autostunde weiter wanderst du am Teide auf 2.000 Metern, manchmal sogar mit Schneeblick auf Spaniens höchsten Gipfel. Badewetter im klassischen Sinn ist es mit 19 Grad Wassertemperatur eher für Hartgesottene.

Der Januar hat auf Teneriffa einen unterschätzten Vorteil: Nach der Neujahrswoche fallen die Preise spürbar, während das Wetter gleich bleibt. Wer dem Trubel von Playa de las Américas entgehen will, wohnt im Nordwesten um Garachico oder Buenavista, wo die Insel noch nach Dorf statt nach Resort aussieht.

Klima im Januar: ca. 15 bis 21 Grad, 6 Sonnenstunden, 5 Regentage.
Passt zu dir, wenn: du maximale Wärme pro Flugstunde suchst und Wandern genauso einplanst wie Nichtstun.

05Sevilla, Spanien

Sevilla im Januar ist ein Geschenk für alle, die Städte ohne Menschenmassen sehen wollen. Die Stadt, die im Sommer regelmäßig über 40 Grad glüht, hat jetzt milde 16 Grad am Nachmittag: perfektes Wetter, um durch Santa Cruz zu schlendern, den Alcázar zu besuchen und auf der Plaza de España die Wintersonne mitzunehmen.

Der Nebensaison-Effekt ist real: Tickets für den Alcázar bekommst du im Januar oft noch am selben Tag, im Mai ist das undenkbar. Abends wird es mit 5 bis 6 Grad frisch, dann gehört dir die Tapas-Bar: Montadito und ein Glas Cruzcampo für zusammen unter 5 Euro.

Klima im Januar: ca. 5 bis 16 Grad, 6 Sonnenstunden, 6 Regentage.
Passt zu dir, wenn: dir Atmosphäre wichtiger ist als Badewetter und du Städte am liebsten halbleer erlebst.

06Finnisch-Lappland

Nicht jeder flieht im Januar vor dem Winter, manche fahren mitten hinein. Finnisch-Lappland liefert im Januar das komplette Programm: meterhoher Schnee, Huskytouren, Eishotels und in klaren Nächten Polarlichter.

Zwei Dinge solltest du wissen. Erstens: Polarlichter siehst du am besten abseits der Ortsbeleuchtung, also raus aus Rovaniemi, rein in die Dunkelheit, viele Unterkünfte bieten dafür geführte Touren an. Zweitens: Lappland ist kein Budget-Ziel, eine Woche mit Aktivitäten kostet schnell 1.500 bis 2.000 Euro pro Person.

Klima im Januar: ca. minus 15 bis minus 7 Grad, kaum direkte Sonne, geschlossene Schneedecke.
Passt zu dir, wenn: du Stille und Natur suchst und Kälte für dich Teil des Erlebnisses ist, nicht der Preis dafür.

07Marrakesch, Marokko

Marrakesch ist im Januar angenehm doppelgesichtig: tagsüber 18 bis 19 Grad und Sonne, perfekt für die Souks, den Jardin Majorelle und die Dachterrassen-Cafés, nachts kühlt es auf 6 Grad ab. Buch ein Riad mit Heizung, viele Altstadthäuser haben keine, und die Nächte werden sonst ungemütlich.

Preislich ist der Januar ein guter Moment: ein Doppelzimmer im Riad ab etwa 50 Euro, eine Tajine auf dem Markt für 5 bis 7 Euro. Wer Kontrast will, fährt für eine Nacht ins Atlas-Gebirge: Dort liegt im Januar oft Schnee, eine Stunde von den Palmen entfernt.

Klima im Januar: ca. 6 bis 19 Grad, 7 Sonnenstunden, 4 Regentage.
Passt zu dir, wenn: du visuelle Reizüberflutung als Kompliment verstehst und mit Trubel auf Märkten umgehen kannst.

08Budapest, Ungarn

Budapest im Januar ist die Anti-These zur Sonnenflucht, und genau deshalb funktioniert es. Die Stadt lebt im Winter von ihren Thermalbädern: Im Außenbecken des Széchenyi-Bads sitzt du bei 38 Grad Wassertemperatur, während über dir der Atem in der Frostluft kondensiert. Das ist näher an Island als an Mallorca, kostet aber nur einen Bruchteil.

Drumherum bekommst du eine der schönsten Städte Europas im Nebensaison-Modus: Parlament, Burgviertel und Ruinenbars ohne Schlangen, ein Drei-Gänge-Menü ab 20 Euro, Hotelpreise deutlich unter Sommerniveau. Ja, der Januar ist hier grau. Aber dafür bist du ja im Thermalwasser.

Klima im Januar: ca. minus 3 bis plus 3 Grad, 2 Sonnenstunden, 7 Niederschlagstage.
Passt zu dir, wenn: du den Winter nicht bekämpfen, sondern zelebrieren willst, am liebsten mit Bademantel und Gulasch.

09Maskat, Oman

Der Geheimtipp dieser Liste liegt sechseinhalb Flugstunden entfernt: Der Oman ist im Januar klimatisch perfekt, 25 Grad tagsüber, 24 Grad Wassertemperatur, neun Sonnenstunden und fast kein Regen. Maskat ist dabei der entspannte Gegenentwurf zu Dubai: keine Skyline-Show, sondern weiße Häuser, eine der schönsten Moscheen der Welt und ein Hafenviertel mit echtem Alltag.

Der eigentliche Grund für die Reise beginnt hinter der Stadt: Wadis mit türkisfarbenen Pools, der Jebel Shams als omanischer Grand Canyon, Wüstencamps in den Wahiba Sands. Dafür brauchst du einen Mietwagen, idealerweise mit Allrad. Der Oman ist sicher und unkompliziert zu bereisen, aber günstig ist er nicht: Unter 100 Euro pro Nacht ist die Auswahl an guten Unterkünften dünn.

Klima im Januar: ca. 17 bis 25 Grad, 9 Sonnenstunden, 2 Regentage.
Passt zu dir, wenn: du Roadtrips liebst und ein Land sehen willst, bevor es alle anderen tun.

Grünes Polarlicht über verschneiter Landschaft in Finnisch-Lappland im Januar
Foto: Christoph Nolte / Unsplash

Wohin im Januar bei kleinem Budget?

Urlaub im Januar muss nicht teuer sein. Wenn das Konto nach Dezember Erholung braucht, sind Budapest und Marrakesch deine Kandidaten. Budapest bekommst du ab Deutschland oft für unter 50 Euro hin und zurück, dazu Hostelbetten ab 15 und ordentliche Hotels ab 60 Euro pro Nacht, die Tageskarte fürs Széchenyi-Bad liegt um die 30 Euro. Marrakesch kostet etwas mehr Flug, dafür lebst du vor Ort günstiger: Essen, Taxis und Eintritte bleiben meist im einstelligen Eurobereich.

Auch Teneriffa kann Budget: Nach dem 7. Januar rutschen Pauschalangebote regelmäßig unter 500 Euro für eine Woche mit Flug und Hotel, weil die Weihnachtsnachfrage wegbricht. Fernziele wie Thailand oder Sri Lanka sind im Januar dagegen Hochsaison, hier sparst du nur mit früher Buchung, nicht mit Schnäppchenjagd.

Welches Ziel passt zu deinem Reisetyp?

Falls du deinen Reisetyp noch nicht kennst: Im Artikel Welcher Reisetyp bist du? findest du einen Mini-Test mit sieben Profilen. Hier die Kurzzuordnung für den Januar.

Reisetyp

Dein Januar-Ziel

Der Entdecker

Maskat und der Oman, alternativ Sri Lanka per Zug

Der Genießer

Sevilla mit Tapas-Programm, Kapstadt mit Weingütern

Der Naturmensch

Finnisch-Lappland, alternativ Teneriffas Teide-Region

Der Sonnenflüchter

Koh Lanta, alternativ Teneriffa für die kurze Strecke

Der Ästhet

Marrakesch, alternativ Sevilla

Der Tiefgänger

Sri Lanka, alternativ Budapest mit Thermen und Geschichte

Der Energie-Reisende

Kapstadt, alternativ Budapest am Wochenende

Häufige Fragen: Reisen im Januar

Wo ist es im Januar richtig warm?

Verlässlich über 25 Grad bekommst du im Januar in Südostasien (Thailand, Sri Lanka), auf der Südhalbkugel (Kapstadt mit 26 Grad) und am Arabischen Golf (Oman mit 25 Grad). In Europa ist bei 21 Grad auf den Kanaren Schluss, dafür sparst du dir den Langstreckenflug.

Wo ist es im Januar in Europa am wärmsten?

Auf den Kanaren. Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote liegen im Januar bei 20 bis 22 Grad am Tag und sind damit wärmer als jedes Festlandsziel in Europa. Andalusien und Südportugal erreichen an guten Tagen 16 bis 18 Grad, was für Städtetrips reicht, aber nicht für den Strand.

Wo ist im Januar Nebensaison?

In fast ganz Süd- und Mitteleuropa: Sevilla, Lissabon, Rom oder Budapest sind im Januar deutlich leerer und günstiger als im Rest des Jahres. Auch Marrakesch hat nach Neujahr ruhige Wochen. Hochsaison ist dagegen überall dort, wo es warm ist: Kanaren, Karibik, Südostasien und Skigebiete.

Lohnt sich Thailand im Januar?

Ja, der Januar ist für die Andamanenküste um Krabi, Koh Lanta und Phuket klimatisch der beste Monat des Jahres: Trockenzeit, ruhige See, 8 Sonnenstunden täglich. Du teilst dir das gute Wetter allerdings mit vielen anderen, rechne mit Hochsaisonpreisen und buche Unterkünfte einige Wochen im Voraus.

Wohin im Januar zum Schnee-Erlebnis ohne Ski?

Finnisch-Lappland ist die erste Wahl: Huskytouren, Schneeschuhwandern und Polarlichter funktionieren komplett ohne Piste. Günstigere Alternativen mit Schneegarantie sind die höheren Lagen der Alpen, etwa für Winterwanderungen, dort bist du schon für einen Bruchteil des Lappland-Budgets unterwegs.

Fazit: Der Januar belohnt alle, die sich entscheiden können

Der Januar ist kein Kompromissmonat, sondern einer mit zwei klaren Strategien: Entweder du nutzt die Trockenzeit und den Südsommer für die große Sonnenreise nach Thailand, Sri Lanka oder Kapstadt. Oder du spielst die Nebensaison-Karte in Europa und bekommst Städte wie Sevilla und Budapest zu Konditionen, von denen du im Sommer nur träumen kannst. Schwierig wird es nur dazwischen: Das Mittelmeer ist im Januar weder warm noch besonders charmant.

Wenn du noch schwankst, welcher Weg deiner ist, hilft dir unser Swipe-Quiz auf der Startseite: Du wischst dich durch konkrete Ziele und bekommst Vorschläge, die zu deinem Reisetyp passen statt zum Algorithmus eines Reiseportals. Und falls dein Urlaub erst später ansteht: Hier geht es weiter mit den besten Reisezielen im Februar, oder du schaust zurück auf die Ziele im Dezember.

Klimadaten basieren auf langjährigen Mittelwerten von wetterkontor.de, climate-data.org und den nationalen Wetterdiensten der genannten Länder. Stand: Juni 2026.